Flüchtlingskinder im Schloss de Monbrison nahe Paris

Graf Hubert Conquere de Monbrison und die Prinzessin Irena Paley (eine Nichte des letzten russischen Zaren, die später Monbrisons Frau wurde) nutzten ihr Schloss in Quincy-sous-Senart, etwa 30 km südlich von Paris, um Flüchtlingsmädchen aus den russischen und spanischen Bürgerkriegen unterzubringen. Bis September 1940 diente Quincy auch als jüdisches Kinderheim.

Dieser Film zeigt einen idealisierten, gut strukturierten Tag im Schloss des Grafen Hubert Conquere de Monbrison und der Prinzessin Irena Paley (einer Nichte des letzten russischen Zaren, die später Monbrisons Frau wurde) in Quincy-sous-Senart, etwa 30 km südlich von Paris. Das Schloss beherbergte Flüchtlingsmädchen aus den russischen und spanischen Bürgerkriegen. Während die Szenen, die die Aktivitäten der Mädchen portraitieren, klar inszeniert sind, wurde die Ankunft des Kindertransports jüdischer Jungen aus Berlin auch eingefangen.

1939 wurde de Monbrison von dem jüdischen Kinderarzt seiner Kinder, einem Vorstandsmitglied der jüdischen Hilfsorganisation OSE, angesprochen und gefragt, ob er eine Gruppe von vierzig deutsch-jüdischen Flüchtlingskindern aufnehmen würde. Der Graf stimmte zu, und der Kindertransport der Jungen traf am 4. Juli 1939 ein. Herr Zimmermann, ein Flüchtling aus Deutschland, hilft jüdischen Jungen aus dem Berliner Kindertransport beim Aussteigen aus einem Bus. Die Jungen stehen mit ihren Taschen herum und ihre blauen Namensschilder sind gut sichtbar: Norbert Bikales, Ralph Moratz, Wolfgang Blumenreich, Bernd Warrschauer, Werner Goldschmidt, Erwin Cosmann, Berthold Friedlaender, Gerhard Glass gehören zu den Jungen, die das „Annexe Chateau“ (Nebenschloss) betreten, gefolgt von einer Hausmeisterin, bei der es sich um Madame Lederer, einen jüdischen Flüchtling aus Wien, handeln könnte.

Bis September 1940 diente Quincy auch als jüdisches Kinderheim, bis das Schloss nach der deutschen Besetzung Frankreichs von der deutschen Armee beschlagnahmt wurde. Die jüdischen Kinder wurden dann in andere OSE-Heime umgesiedelt.

Mit freundlicher Genehmigung des United States Holocaust Memorial Museum, gift of Christian de Monbrison.

Reworked und edit: Miriam Schulz

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