Neuanfang und Zukunftsvisionen

Mit Flucht ist immer auch ein Blick nach vorne, die Hoffnung auf ein sicheres Ankommen mit dem individuellen Willen für einen Neuanfang und konkrete Visionen für die Zukunft verbunden. Ein Mensch auf der Flucht ergreift pro-aktiv die Initiative, das vor sich liegende mitzugestalten. Wie sehr dies gelingen kann, hängt allerdings stark von rechtlichen und gesellschaftlichen Hindernissen, zeitlichen, räumlichen, politischen und individuellen Kriterien ab. Essenziell bleibt der gesellschaftliche Zugang über Sprache, (Aus-)Bildung, Gemeinschaft und gegenseitiger Anerkennung.

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Filme 8

Kapitel 14

„Kein Mazzesbäcker in Schepetowka oder Berditschew hat je geahnt, dass seine Nachfahren das gleiche Gewerbe in Paris betreiben und über ihrer Backküche die stolzen Worte prangen werden: ‚Fabrique du pain azymé.'“
„Die Vermieterinnen freuten sich, uns mitzuteilen, dass wir eine „berühmte“ Wohnung gemietet hatten; Leon Trotzki hatte dort nach seiner Vertreibung aus Russland […] gewohnt. Auch er war ein armer Flüchtling, der sich nichts Besseres leisten konnte.“