Identitätsfragen: Brüche und Kontinuitäten

Identität ist für alle Menschen vielfältig, im ständigen Wandel und die Summe verschiedener sich ergänzender, widersprechender, brechender und fortlaufender Einflüsse. Für Geflüchtete bedeutet Flucht jedoch häufig einen lebensverändernden Bruch im Leben. Der Verlust der vertrauten Welt, der Familie und Anerkennung für das, was im Leben vor der Flucht aufgebaut wurde, und die Ungewissheit über die eigene Zukunft sind für viele sehr belastend. Hinzu kommt eine wechselseitige Dynamik zwischen migrantischem Selbstverständnis und Fremdreduzierung von außen, dem Willen zum Selbstausdruck und eigenbestimmten Handeln einerseits und einschränkenden und entrechtenden Strukturen andererseits. Jede Annäherung an Identitätsfragen von Geflüchteten muss sich diesen Aspekten stellen.

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Kapitel 6

„Kein Mazzesbäcker in Schepetowka oder Berditschew hat je geahnt, dass seine Nachfahren das gleiche Gewerbe in Paris betreiben und über ihrer Backküche die stolzen Worte prangen werden: ‚Fabrique du pain azymé.'“
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