Nachtschicht | Night Shift

Emmanuel kommt aus Ghana und lebt seit 1992 in Palermo. Er hat in den 27 Jahren verschiedenste Berufe ausübt. Er konnte seinem Beruf als Industriemechaniker in Palermo nicht mehr ausüben und hat eine Stelle als Nachtwächter in einem Blumengeschäft angenommen.

Emmanuel kommt aus Ghana und lebt seit 1992 in Palermo. Er konnte seinem Beruf als Industriemechaniker in Palermo nicht mehr ausüben und hat eine Stelle als Nachtwächter in einem Blumengeschäft angenommen. Im Film „Night Shift“ thematisiert er die Distanz zwischen ihm und seiner Familie, die in Ghana lebt: Die Eltern konnte er vor ihrem Tod nicht mehr besuchen und auch seinen Sohn und seine Frau hat er schon lange nicht mehr gesehen. Er plant bald wieder nach Ghana zurückzukehren, um dort mit der Unterstützung anderer eine Geflügelfarm aufzubauen.

Emmanuel hat in den 27 Jahren in Italien verschiedenste Berufe ausübt. Sein Resümee über seine Zeit in Palermo lautet: „Die Situation ist schwierig. Hier gibt es viele schöne und gute Dinge, aber reich bin ich nicht geworden. Viele Dinge habe ich mir anders vorgestellt oder erhofft und viele Dinge musste ich dafür aufgeben. Aber ich habe viel gelernt in der Zeit und dieses Wissen möchte ich weitergeben und mit den vielen Erfahrungen, die ich gemacht habe, ein Geschäft in Ghana aufmachen, am liebsten eine Geflügelfarm.“ Er möchte nach Ghana zurückkehren, da dort sein Sohn lebt, mit zwei Enkelkindern, die er nur von Fotos kennt.

Wie entstanden die Filme und Filmfragmente in Palermo?

Das Filmteam des We Refugees Archivs traf Emmanuel während der Dreharbeiten rund um den Biografischen Workshop von Giocherenda in Palermo durch Zufall auf der Straße. Er sprach das Filmteam an und erklärte sich bereit, sich filmisch porträtieren zu lassen.

Perspektive der Geflüchteten

Es wurde bewusst auf ein Drehbuch oder standardisierte Fragen in den filmischen Interviews verzichtet. Es ging allein um die Perspektive der Geflüchteten und die Themen, über die sie sprechen wollten. Einzige Vorgabe war ein grober inhaltlicher Rahmen zu ihren Lebenserfahrungen in Palermo und ihren Visionen in naher Zukunft. Entsprechend konnten die Porträtierten frei entscheiden, was sie thematisieren und über welche Eindrücke, Probleme und Perspektiven sie sprechen wollten.

 

Regie: Francesca Bertin
Kamera: Max Sänger
Produktion: Francesca Bertin

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