Berlin: Es ist Trost

Die Schriftstellerin Widad Nabi spricht in einem Interview darüber, was Berlin für sie bedeutet.

Widad Nabi © Minor Kontor„Eine Stadt, sie hat kein Interesse an deiner Identität.

Berlin kümmert sich nicht um deine Nationalität, Hautfarbe, Religion oder ideologische Überzeugung.

Sie sagt zu ihren Bewohnern: ‚Sei wie du bist und wie du liebst.‘

Berlin hat Freiräume. Die Person darin kann in ihrem Haus isoliert sein und niemanden treffen.

Personen können bis zum Morgen mit Freunden auf der Straße zuschauen, tanzen und singen.

Und ich mache alles wie Berliner.“

Widad Nabi wurde in Kobani geboren und lebt heute in Berlin. Die syrisch-kurdische Schriftstellerin studierte Wirtschaftswissenschaften in Aleppo. Sie veröffentlichte zahlreiche Texte in Zeitungen und Magazinen. In Deutschland publizierte sie u.a. in der Berliner Zeitung, SPON und Kursbuch. Ihr erstes Buch auf Deutsch erschien 2019. Im Jahr 2018 erhielt sie das erste „Weiterschreiben-Stipendium Wiesbaden“.

In ihren  Texten beschäftigt sich Widad Nabi mit dem Verlust von vertrauten Orten, Menschen und Sprachen, aber auch mit ihrem Ankommen in der neuen Stadt Berlin. Ihre bei Weiterschreiben veröffentlichten Gedichte können dort auch angehört werden.

In einem schriftlichen Interview mit We Refugees Archive antwortete Widad Nabi im Juli 2020 auf Fragen, die ihr Leben in Berlin, ihre Erinnerungen und Hoffnungen betrafen.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Widad Nabi.

Suche